Abenteuer Bienenkugel

Undine Westphal

"Die überwiegende Anzahl der heutigen Beutenformen sind für imkerliche Ansprüche entwickelt worden und nicht für die der Bienen. Sie sind praktisch, eckig, stapelbar, gut zu transportieren, aus Styropor und leicht. All das ist die Bienenkugel nicht. Sie ist groß und schwer, sehr schlecht zu transportieren, aus Holz und hat nur einen Brutraum. Eigentlich müsste es schon aufgrund dieser Aspekte fast unmöglich sein, gut mit ihr zu imkern. Aber, oh Wunder, es funktioniert sogar ganz hervorragend.", zu diesem Fazit kommt die erfahrene (Magazin-) Imkerin Undine Westphal in ihrem vierten Buch über das Imkern.
Westphal hat sich bereits mit ihren Vorträgen im In- und Ausland sowie ihren Lehrbüchern einen Namen gemacht. Nun war sie neugierig und hat sich gemeinsam mit Ihren Schülern und Schülerinnen in ihrer Schulimkerei im Rahmen eines Forschungsprojektes auf den Versuch eingelassen und diese neue Form des Imkerns ausprobiert.

Die Bienenkugel -erst vor wenigen Jahren entwickelt von Andreas Heidinger- ist in der Imkerschaft noch wenig bekannt, erfreut sich aber mittlerweile immer größerer Beliebtheit. Das Ansinnen, durch die Bienenkugel das natürliche Habitat der Bienen nachzuempfinden, wirksame Möglichkeiten in der Varroabekämpfung zu entwickeln und gleichzeitig kompatibel mit den Magazinbeuten imkern zu können, sind nur drei der zahlreichen Gründe, die Westphal an Heidingers Konzept "Bienenkugel" interessiert hat.

Mit dieser wirklich brauchbaren und sehr genaue Anleitung zum Umgang mit dieser ungewöhnlichen Beute gibt Westphal hier ihre durchweg positiven Erfahrungen weiter und man bekommt Lust, das Imkern für sich neu zu entdecken. Vor allem aber können wir lernen, wieder mehr auf die Bienen zu "hören" und ihnen respektvoller zu begegnen.

(Marion Wagner,
Imkerein und Lerherin an der Fachschule für Heilerziehungspflege Hamburg)